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Sep 03 2012

Fördern statt strafen

Die Initiative „Sicheres Wohnen im Alter“ führe zu Ungleichbehandlungen, insbesondere wür­den die Rentnerinnen und Rentner benachteiligt, welche zu Miete wohnen. So das Hauptar­gu­ment der Gegner. Eine solche Argumentation ist vor allem volkswirtschaftlich abwegig. Etwa gleich paradox, wie wenn der Kinderabzug gegenüber den kinderlosen Steuerpflichtigen als unsozial bezeichnet würde. Solange nämlich Schuldzinsen von allen Steuerpflichtigen, Mieter wie Hauseigentümer, bis zu einem bestimm­ten Betrag in Abzug gebracht werden können, ist ein Ausspielen der Hauseigen­tümer gegen die Mieter völlig fehl am Platz. Im Gegenteil: Sparen und Investieren sind für die Schweizer Volkswirtschaft zwei wichtige Erfolgsfaktoren, einmal unabhängig davon ob der Mieter oder der Hauseigentümer spart oder investiert. Dass die Schweiz im internationalen Vergleich heute gut dasteht, ist auch auf die hohe Spar- und Investitions­quo­te zurückzu­führen. Wer also investiert und danach ein Leben lang spart und die Schulden laufend abbaut sollte demnach belohnt und gefördert statt bestraft werden.

Die steuerliche Aufrechnung eines fiktiven Einkommens in Form des Eigenmietwertes ist eine beispiello­se Fehlkonstruktion. Damit wird die Schuldenwirtschaft regelrecht gefördert. Mit der Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung für die ältere Generation schaffen wir den ersten Schritt für ein schuldenfreies Wohnen. Die Initiative fördert die Rückzahlung der Hypothekarschulden und schafft damit wirtschaftliche Stabilität.

 

Fördern statt strafen