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Sep 09 2013

Impfen gegen Panikmacher

Im Jahr 2006 konnte ich mit Experten (Juristen, Ärzten, Ökonomen) die Gesamtkosten von etwa 180 Millionen Franken für die Präpandemie- und Pandemie-Impfstoffe diskutieren. Die Experten traten sehr emotional auf und wollten meine gestellten Fragen zuerst nicht beantworten. Nach einigen unschönen Szenen bestätigten die Experten einstimmig: 1. Es gibt keine kontrollierten Studien über Wirkungen und Nebenwirkungen der verschiedenen Impfungen. 2. Eine Injektion von Fremdeiweiss ins Körperinnere unterscheidet sich sehr wesentlich von einer natürlichen Infektion. 3. Die Diskussion über Impfen ja oder nein muss über die Sicherheit des Impfstoffes und der verordneten Medikamente geführt werden.

Nach diesen sachlich fundierten und von Experten bestätigten Feststellungen steht einmal fest: Das heutige Epidemiengesetz hat sich im Kampf gegen ansteckende Krankheiten bewährt und schützt uns auch weiterhin vor Bedrohungen wie AIDS, SARS und Grippe-Pandemien. Wieso dann eine Revision? Diese Frage konnte mir bis heute keiner plausibel beantworten. Denn die geforderten Präventionsprogramme können auch mit dem heutigen Gesetz uneingeschränkt durchgeführt werden! Und die Frage über Impfen ja oder nein soll weiterhin eine persönliche Entscheidung bleiben. Weitergehende staatliche Bevormun­dun­gen sind nicht nötig. Deshalb sage ich aus Überzeugung NEIN zu dieser Revision des Epidemiengesetzes. Sie ist eine unnötige Verbürokratisierung unserer Gesellschaft. Bei der aktuellen Diskussion über das Epidemiengesetzes frage ich mich nur, ob nicht bald ein Impfstoff gegen Panikmacher nötig ist.

 

9. September 2013                                                   Nationalrat Dr. Pirmin Schwander
 

Impfen gegen Panikmacher